Der Vorsorgeausweis kommt einmal jährlich und enthält die wichtigsten Zahlen Ihrer zweiten Säule. Sechs Positionen genügen, um ihn zu verstehen.
Definition
Der Pensionskassenausweis ist die jährliche Übersicht Ihrer Vorsorgeeinrichtung über versicherten Lohn, Altersguthaben, voraussichtliche Leistungen, Risikoleistungen und Beiträge.
Das Wichtigste erklärt
Position eins ist der gemeldete AHV-Lohn und der versicherte Lohn. Prüfen Sie, ob der Lohn stimmt – und gerade bei Teilzeit, ob der Koordinationsabzug ans Pensum angepasst wird; sonst ist deutlich weniger versichert als gedacht. Position zwei sind die Beiträge von Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Position drei ist Ihr aktuelles Altersguthaben, aufgeteilt in obligatorisch und überobligatorisch – diese Aufteilung ist entscheidend, weil Mindestzins und Mindestumwandlungssatz nur fürs Obligatorium gelten. Position vier ist die Hochrechnung: das voraussichtliche Kapital und die voraussichtliche Rente bei Pensionierung. Wichtig – das ist eine Projektion mit angenommener Verzinsung, keine Garantie. Besonders spannend sind hier zwei Zahlen: Ihr Einkaufspotenzial und der für Wohneigentum verfügbare Betrag. Position fünf sind die Risikoleistungen bei Tod und Invalidität; sie zeigen, ob Ihre Familie ausreichend abgesichert wäre. Position sechs ist der Deckungsgrad der Kasse: Über 100 Prozent bedeutet, dass die Kasse ihre Verpflichtungen voll finanziert hat. Wer diese sechs Positionen einmal im Jahr anschaut, erkennt Lücken früh genug, um sie zu schliessen.
Worauf achten
- Stimmen gemeldeter AHV-Lohn und versicherter Lohn?
- Wird der Koordinationsabzug bei Teilzeit ans Pensum angepasst?
- Wie ist das Guthaben zwischen Obligatorium und Überobligatorium aufgeteilt?
- Wie hoch sind Einkaufspotenzial und WEF-Betrag?
- Reichen die Leistungen bei Tod und Invalidität für Ihre Familie?
Häufige Fehler
- Den Ausweis ungelesen ablegen
- Die Hochrechnung als garantierte Rente verstehen
- Bei Teilzeit den Koordinationsabzug nicht hinterfragen
- Risikoleistungen erst im Ernstfall anschauen
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Stand 2026.