Sparen sollte nicht das sein, was am Monatsende zufällig übrig bleibt. Eine feste Quote, gleich nach dem Lohn abgezweigt, wirkt zuverlässiger als jeder Vorsatz.
Definition
Die Sparquote ist der Anteil des Nettoeinkommens, der regelmässig zurückgelegt und nicht für den laufenden Konsum verwendet wird.
Das Wichtigste erklärt
Als Faustregel gelten 10 bis 20 Prozent des Einkommens. Wichtiger als die exakte Zahl ist allerdings, dass überhaupt eine feste Quote definiert ist und konsequent eingehalten wird – denn wer erst am Monatsende schaut, was übrig bleibt, spart erfahrungsgemäss zu wenig und zu unregelmässig. Der wirksamste Kniff ist die Automatisierung: Ein Dauerauftrag verschiebt den Sparbetrag am Zahltag auf ein separates Konto, bevor er ausgegeben werden kann. Was nicht auf dem Lohnkonto liegt, wird auch nicht ausgegeben. Ein zweiter Hebel ist die Lohnerhöhung: Wer die Sparquote bei jeder Erhöhung leicht anhebt, spürt kaum einen Verzicht, weil er das höhere Einkommen nie im Alltag gewohnt war. Ebenso wichtig wie die Höhe ist die Verwendung: Zuerst gehört der Notgroschen aufgebaut, danach folgen die steuerlich geförderte Säule 3a und – bei längerem Horizont – eine Anlagelösung. Wer alles auf dem Sparkonto liegen lässt, verliert nach Inflation real an Kaufkraft. Die passende Quote hängt an Ihren Zielen, Ihrem Budget und Ihrer Lebensphase.
Worauf achten
- Wie hoch ist Ihre tatsächliche Sparquote der letzten zwölf Monate?
- Läuft der Sparbetrag automatisch per Dauerauftrag ab?
- Steht der Notgroschen, bevor längerfristig investiert wird?
- Wird die Quote bei Lohnerhöhungen angehoben?
- Fliesst das Ersparte in die passenden Gefässe – Konto, 3a, Anlage?
Häufige Fehler
- Erst am Monatsende sparen, was übrig bleibt
- Alles unverzinst auf dem Sparkonto liegen lassen
- Die Quote nach einer Lohnerhöhung nie anpassen
- Ohne Notgroschen bereits investieren
Budget erstellenNotgroschen und LiquiditätsreserveSäule 3a (gebundene Vorsorge)Anlegen: Grundlagen
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Stand 2026.