Wer keiner Pensionskasse angeschlossen ist, hat einen höheren Maximalbetrag in der Säule 3a: einen Prozentsatz des Erwerbseinkommens bis zu einer Obergrenze. Das ist Chance und Pflicht zugleich.
Definition
Die «grosse Säule 3a» steht Erwerbstätigen ohne Pensionskasse offen, typischerweise Selbständigen. Statt des kleinen festen Höchstbetrags dürfen sie einen Anteil ihres Nettoerwerbseinkommens einzahlen, begrenzt durch einen absoluten Höchstbetrag. Die Einzahlung ist vom steuerbaren Einkommen abziehbar.
Das Wichtigste erklärt
Die grosse Säule 3a deckt das Alter, aber nicht die Risiken Invalidität und Tod, die eine Pensionskasse mitversichert. Selbständige müssen diese Risiken separat absichern oder sich freiwillig einer Pensionskasse anschliessen, etwa über den Berufsverband oder die Auffangeinrichtung. Wer beides kombiniert, dem steht nur noch der kleine 3a-Betrag offen. Die Wahl zwischen grosser Säule 3a und freiwilliger Pensionskasse ist eine Frage von Einkommen, Steuersatz und Risikobedarf.
Worauf achten
- Einzahlung jährlich am Einkommen ausrichten, das schwankt bei Selbständigen
- Invalidität und Tod separat absichern
- Freiwilligen Pensionskassenanschluss als Alternative rechnen
- Mehrere 3a-Konten für den späteren gestaffelten Bezug
Häufige Fehler
- Den kleinen Höchstbetrag einzahlen, obwohl der grosse zulässig wäre
- Risikodeckung vergessen, weil die Säule 3a nur Sparen ist
- Bei schwankendem Einkommen die Obergrenze überschreiten
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Stand 2026.