Beim Kapitalbezug sehen viele zuerst die Flexibilität. Weniger beachtet werden die langfristige Einkommenssicherheit, die Steuern und die Absicherung des Partners.
Der Gedanke ist verständlich: Lieber das ganze Kapital selbst in der Hand haben, als eine Rente von der Pensionskasse zu beziehen. Flexibilität, Vererbbarkeit und die Möglichkeit, eine Hypothek zu amortisieren, sind echte Vorteile.
In der Praxis zeigt sich aber, dass drei Punkte regelmässig unterschätzt werden. Erstens das Langlebigkeitsrisiko: Wer 90 oder 95 wird, muss das Kapital sehr lange selbst bewirtschaften. Zweitens die Steuern: Mehrere Bezüge im selben Jahr können die Progression unnötig erhöhen. Drittens die Partnerabsicherung, die bei einer Rente anders geregelt ist als beim Kapital.
Häufig ist nicht «alles oder nichts» die beste Lösung, sondern eine Kombination aus Rente und Teilkapital — abgestimmt auf Budget, Gesundheit, Zivilstand und Vermögen.
Wer den Entscheid trifft, sollte ihn rechnen, nicht fühlen. Eine konkrete Steuer- und Budgetberechnung schafft Klarheit, bevor der meist verbindliche Schritt gemacht wird.
Kapitalbezug aus der PensionskasseRente oder Kapital aus der PensionskasseSteuern bei Kapitalbezug
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Stand 2026.