Eine Finanzplanung ist kein Produkt, sondern ein Vorgehen. Wer die Schritte kennt, weiss, was er bekommt und was er selbst beitragen muss.
Definition
Eine Finanzplanung ist die systematische Erfassung und Beurteilung Ihrer gesamten finanziellen Situation: Einkommen, Ausgaben, Vermögen, Vorsorge, Steuern, Versicherungen, Wohneigentum und Nachlass. Daraus werden Ziele, Szenarien und ein Massnahmenplan abgeleitet, den Sie umsetzen und periodisch überprüfen.
Das Wichtigste erklärt
Der Ablauf beginnt mit einer Standortbestimmung: Was wollen Sie klären, bis wann? Dann folgt die Erfassung mit Unterlagen wie IK-Auszug, Vorsorgeausweis, Steuererklärung und Budget. Die Analyse zeigt die Ist-Situation und rechnet Szenarien durch: Pensionierung mit 62 oder 65, Rente oder Kapital, Hauskauf, Einkäufe. Der Massnahmenplan nennt konkrete Schritte mit Reihenfolge, Wirkung und Fristen. Die Umsetzung ist Ihre Sache oder wird begleitet; eine Überprüfung folgt, wenn sich das Leben ändert.
Worauf achten
- Ziele und Fragen vor der ersten Sitzung notieren
- Unterlagen vollständig bereitstellen, sonst rechnet die Planung mit Annahmen
- Szenarien vergleichen lassen, nicht nur den Normalfall
- Massnahmen mit Fristen und Verantwortlichkeiten festhalten
Häufige Fehler
- Eine Planung als einmaliges Dokument sehen, das dann in der Schublade liegt
- Nur die Vorsorge betrachten und Steuern, Wohnen und Nachlass auslassen
- Massnahmen beschliessen, aber nicht umsetzen
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Stand 2026.