Kinderjahre sind in der AHV keine verlorenen Jahre. Die Gutschrift ist kein Geld auf einem Konto, sondern ein Rechenwert, der Ihren Durchschnittslohn erhöht.
Definition
Die Erziehungsgutschrift ist ein fiktives Einkommen, das für jedes Jahr angerechnet wird, in dem Sie die elterliche Sorge für Kinder unter sechzehn Jahren hatten. Die Betreuungsgutschrift gilt für die Pflege naher Angehöriger, die auf Hilfe angewiesen sind, und muss jährlich beantragt werden.
Das Wichtigste erklärt
Bei Verheirateten wird die Erziehungsgutschrift während der Ehe hälftig geteilt. Bei getrennten oder unverheirateten Eltern wird sie der Person mit der elterlichen Sorge zugeteilt oder nach einer Vereinbarung aufgeteilt. Wer das nicht regelt, riskiert, dass die Gutschrift der falschen Person zufällt. Die Betreuungsgutschrift wird oft vergessen, weil niemand darauf hinweist.
Worauf achten
- Zuteilung der Erziehungsgutschrift bei gemeinsamer elterlicher Sorge regeln
- Betreuungsgutschrift jedes Jahr bei der Ausgleichskasse beantragen
- IK-Auszug prüfen: Sind die Gutschriften eingetragen?
- Wirkung auf die Rente mit und ohne Gutschrift schätzen
Häufige Fehler
- Die Gutschrift für Geld auf einem Konto halten
- Nach der Trennung keine Vereinbarung über die Zuteilung treffen
- Betreuungsgutschriften nicht beantragen
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Stand 2026.