Wer sich für eine Aufteilung zwischen Aktien und Obligationen entschieden hat, muss sie pflegen. Sonst entscheidet der Markt über Ihr Risiko, nicht Sie.
Definition
Rebalancing bedeutet, ein Depot periodisch auf seine Zielgewichtung zurückzuführen: Anlageklassen, die gestiegen sind, werden reduziert, gesunkene aufgestockt. Es geschieht nach Kalender, zum Beispiel jährlich, oder nach Schwelle, sobald eine Abweichung ein festgelegtes Mass überschreitet.
Das Wichtigste erklärt
Der Nutzen liegt weniger in Mehrrendite als in Risikokontrolle: Nach einem starken Aktienjahr ist das Depot riskanter, als Sie es gewählt haben. Rebalancing verkauft dann teuer und kauft günstig nach, mechanisch, ohne Marktmeinung. Kosten und Steuern sprechen für seltene Eingriffe und für das Nachkaufen mit frischem Geld statt Umschichten. In der Säule 3a und in Fondssparplänen erledigt oft der Anbieter das Rebalancing innerhalb der Strategie.
Worauf achten
- Zielgewichtung und Toleranzband schriftlich festlegen
- Frisches Geld zuerst in die untergewichtete Klasse lenken
- Transaktionskosten und Steuerfolgen vor dem Umschichten prüfen
- Rebalancing-Regel Ihrer Fonds und Strategien kennen
Häufige Fehler
- Nach Bauchgefühl umschichten statt nach Regel
- Zu häufig handeln und Kosten produzieren
- Die Aufteilung nach einem starken Jahr einfach laufen lassen
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Stand 2026.