Wer Steuern sparen und vorsorgen will, hat zwei Türen: die Säule 3a mit ihrem jährlichen Maximalbetrag und den freiwilligen Einkauf in die Pensionskasse. Die Reihenfolge ist entscheidend.
Definition
Ein Pensionskassen-Einkauf schliesst eine Lücke im Altersguthaben, die durch Lohnerhöhungen, Unterbrüche oder späten Eintritt entstanden ist. Die Säule 3a ist private, gebundene Vorsorge mit einem jährlichen Höchstbetrag. Beide Einzahlungen sind vom steuerbaren Einkommen abziehbar.
Das Wichtigste erklärt
Als Faustregel gilt: zuerst die Säule 3a ausschöpfen, weil sie flexibler ist, dann Einkäufe staffeln. Beim Einkauf zählen die Verzinsung der Kasse, die Bezugsform und die dreijährige Sperrfrist für Kapitalbezüge. Bei der Säule 3a zählen Anlageform und Bezugsstaffelung. Wer Wohneigentum plant oder sich selbständig machen will, braucht Zugriff auf das Geld und wählt anders als jemand, der die Pensionierung vor Augen hat.
Worauf achten
- Einkaufspotenzial und Sperrfrist laut Vorsorgeausweis prüfen
- Verzinsung der Pensionskasse mit der erwarteten Rendite der Säule 3a vergleichen
- Einzahlungen über Jahre staffeln, wegen der Progression
- Bezug später über mehrere Steuerjahre planen
Häufige Fehler
- Einkauf kurz vor einem geplanten Kapitalbezug
- Alles in einem Jahr einzahlen statt zu staffeln
- Die Säule 3a auslassen, obwohl sie flexibler ist
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beratung. Stand 2026.